AnkündigungDie Fraktions-Homepage zieht derzeit um!

Liebe Neuköllner*innen,

unsere Fraktionsseite befindet sich derzeit im Umzug. Um aktuelle Informationen und Beiträge von uns zu lesen, gehen Sie bitte auf https://spd-neukoelln.de/

Natürlich stehen wir Ihnen für Fragen und Anregungen auch persönlich weiterhin zur Verfügung. Schicken Sie uns dazu einfach eine Nachricht an spd@bezirksamt-neukoelln.de

Herzlichen Dank für ihr Verständnis!

Sasa Raber

Fraktionsgeschäftsführerin

 

Veröffentlicht am 28.09.2017

 

BezirkWiederbeisetzung der Gebeine von Johann Liberda in Rixdorf zum 275. Todestag

v.li. Henning Vierck, Beate Motel und SPD Mann Peter Scharmberg am Grab von Liberda

 

Der Hussiten-Kelch im Wappen Neuköllns erinnert als Symbol an die eingewanderten Böhmen. Einer von ihnen war der böhmische Seelsorger Johann Liberda (1700-1742), seine Gebeine wurden auf dem Böhmischen Gottesacker wiederbeigesetzt.  An der Beisetzung  im Beisein des tschechischen Botschafters Tomáš Jan Podivínsk nahm auch der SPD Bezirksverordnete Peter Scharmberg teil.

 

Es war Johann Liberda,  der am 31. August 1732 anlässlich einer Audienz bei König Friedrich Wilhelm I. die Ansiedlung von böhmischen Exulanten in Berlin erreichte. Der Preußenkönig gewährte bereits anderen aus Glaubensgründen Verfolgten Zuflucht und sicherte ihnen Glaubensfreiheit zu. Nun versprach er dies den böhmischen Glaubensflüchtlingen.  Sie durften mit über 1000 Exulanten in Berlin und Rixdorf auf dem vom König gekauften Schulzengut Rixdorf siedeln. Schließlich brauchte Preußen Arbeitskräfte, durch den 30jährigen Krieg war es entvölkert. Zunächst wurden in unmittelbarer Nähe von Rixdorf neun Doppelhäuser für je zwei Familien und die dazugehörenden Scheunen errichtet. 18 ausgewählte Familien mit ihren „Einliegern” erhielten zusätzlich je zwei Pferde, zwei Kühe und Ackergerät. Damit bildeten sie den Kern des „Böhmischen Dorfes” in Rixdorf.  Sie waren Mitglieder der evangelisch orientierten „Böhmischen Brüder“. Diese hatten ihre Wurzeln in der evangelischen Glaubensbewegung der Hussiten, waren also Anhänger der Lehre des Reformators Jan Hus (1370-1715). Von daher sahen sie sich mit der großen Erweckungsbewegung und der Wiederbelebung der alten böhmischen Brüderkirche zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Böhmen einer erstarkten Verfolgung durch die herrschenden katholisch orientierten Habsburger ausgesetzt. Zunächst flohen die Böhmen nach Sachsen. Aber auch da waren sie nicht willkommen.

 

Nachdem Liberda am 1. November 1732 in Sachsen verhaftet und dort ins Zuchthaus Waldheim gebracht wurde, gelang ihm am 13. August 1737 die Flucht. Am 14. Oktober desselben Jahres wurde er als böhmischer Prediger in Berlin bestätigt. Zum 26. Mai 1739 gelang ihm ein Durchbruch.  Mit der Erlaubnis des Brotbrechens zum Abendmahl durch den preußischen König implementierte er das Menschenrecht der Glaubens- und Gewissensfreiheit in Preußen. „Das war die politische Anerkennung von Hussiten als Religionsgemeinschaft, als Böhmische Brüdergemeinde“,  betonte  Henning Vierck, Geschäftsführer des Comenius-Gartens im Böhmischen Dorf.

 

An die Bedeutung der böhmischen Einwanderer erinnert der Hussitenkelch im Wappen von Rixdorf, das  1899 zur Stadt wurde.  Heute ist der Hussitenkelch Bestandteil des Neuköllner Wappens. Gepflegt wird das historische Erbe der Böhmen in Rixdorf durch Nachfahren der ersten Siedler, so durch die Familie Motel. Manfred Motel war bis zu seinem Tode im Jahre 2016 Vorsitzender des Förderkreises Böhmisches Dorf. Ihm wurden die Gebeine Liberdas übergeben, nachdem sie bei archäologischen Grabungsarbeiten am 19. April 1994 in Berlin Mitte identifiziert wurden – laut Totenbuch der Böhmisch-lutherischen Gemeinde wurde Liberda unter dem Altar der Bethlehemskirche in Mitte beigesetzt. Mit der Beisetzung Liberdas im Beisein von Beate Motel, der Witwe von Manfred Motel, wurde eine Gedenktafel zu Liberdas Ehren enthüllt.

 

Veröffentlicht am 30.08.2017

 

BezirkCDU spielt mit den Ängsten der Bürger - Zur Bürgerversammlung Brunnengalerie bei den Eigenheimern

Am 9. August nahm ich teil an einer „Bürgerversammlung“ zum Thema Grundwasserproblem im Blumenviertel, zu der die CDU Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer zusammen mit Olaf Schenk und dem Eigenheim- und Grundbesitzerverein Rudow aufgerufen hatten, dessen Mitglied ich bin.

Resultat der Versammlung war, dass Klaus Langer als Sprecher der Initiative Grundwasser zusammen mit Herrn Klaus Friedrich, dem 1. Vorsitzenden des Vereins Rudower Eigenheimer, die Bewohner des Blumenviertels dazu aufriefen, das Angebot des Senats, die Brunnengalerie drei bis vier Jahre auf seine Kosten weiterzubetreiben, grundlegend abzulehnen. Begründung: Das Angebot, das Umweltstaatssekretär Stefan Tidow an dem von Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey als Moderatorin einberufenen 1. Runden Tisch "Grundwasser" am 26. Juni 2017 in der Schule am Fliederbusch gemacht habe, sei „Erpressung“.

Damit war das ausgesprochen, was diese Bürgerversammlung an Neuigkeiten zu bieten hatte. Das enttäuscht mich. Es war allen, einschließlich der Politik über Jahre bekannt, dass die von Anfang an zeitlich befristete Genehmigung des Betriebs der Brunnengalerie am Glockenblumenweg Ende 2017 nach 20 Jahren ausläuft. Von daher habe ich mich als SPD-Bezirksverordneter seit dem Start der Brunnengalerie für ihren Weiterbetrieb eingesetzt, so auch mit einem erneuten Antrag im Februar 2017. Mit diesem forderte ich das Bezirksamt auf, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass die Brunnengalerie bis 2022 auf Kosten des Senats weiterläuft und nicht abgeschaltet wird. Bezirksbürgermeisterin Giffey hat meine Forderung mit dem von ihr initiierten 1. Runden Tisch umgesetzt. Denn bis dato gab es von Seiten des grünen Umweltsenats kein Angebot zum Weiterbetrieb der Anlage durch den Senat.

Nun sehe ich, dass dieses Senatsangebot von den Sprechern der Grundwasserinitiative Wolfgang Widder und Langer rigoros abgelehnt wird. Warum? Weil der Senat den Weiterbetrieb der Brunnengalerie an die Forderung knüpft, dass die Anwohner im Blumenviertel sich an den Kosten einer neuen Brunnenanlage beteiligen sollen. Dabei frage ich mich, welchen Lösungsweg die Initiative den Menschen im Blumenviertel anbieten will. Denn eines steht fest: Sie wissen, dass es aus der Perspektive der Rechtssprechung kein Recht auf Trockenhaltung der Keller durch den Senat gibt: Ein solches Rechtsbegehren hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am  28. Januar 2000 rundum abgelehnt.

Das Gericht hatte bereits den Antrag auf eine Klage abgewiesen mit der Begründung, dass „ein zwingender Anspruch der Antragsteller auf grundwassersenkende Maßnahmen unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt bejaht werden kann“ (im Internet abrufbar unter https://openjur.de/u/270735.html ). Außerdem gab und gibt es auch keine politischen Mehrheiten in den Parteien im Senat, in dem Sinne, dass das Land Berlin sich im Sinne einer Daseinsfürsorge verpflichtet, in seinem Gebiet für trockene Keller zu sorgen. Auch die CDU hat diesbezüglich bis heute keinen Antrag in den Senat eingebracht.

Fazit: Die Bürger im Blumenviertel werden in die Irre geführt. Die CDU und Herr Langer haben auf der Bürgerversammlung keinen realistischen Plan zur Lösung des Grundwasserproblems aufgezeigt. Sie spielen mit den Ängsten der Menschen, statt die Verhandlungen voranzutreiben. Dabei ist es zum Schutze des Eigentums dringend geboten, eine Lösung zu finden, und wenn es die ist, dass sich der Senat mit den Wasserbetrieben um die Organisation der Brunnengalerie kümmert und die Menschen einen finanziellen Beitrag dafür entrichten.

Ich denke, dass es hier Lösungsmöglichkeiten gibt. Dafür aber müssen sich Bürger zusammentun und ihren Verhandlungswillen zeigen.

Wer Interesse daran hat, kann gerne mit mir per Email Kontakt aufnehmen unter peter-scharmberg@gmx.de 

Ihr Peter Scharmberg

 

Veröffentlicht am 28.08.2017

 

AnkündigungSommerpause im Fraktionsbüro

Liebe Neuköllner*innen,

das Büro der SPD-Fraktion Neukölln verabschiedet sich nun bis zum einschließlich 18. August 2017 in die Sommerpause.

Ab dem 21. August 2017 stehen wir Ihnen wieder wie gewohnt Montags-Donnerstags von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr zu unserer Sprechstunde im Rathaus Neukölln zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen allen erholsame Sommerferien!

Ihre SPD-Fraktion Neukölln

Veröffentlicht am 20.07.2017

 

BezirkSpatenstich für Leonardo da Vinci Schule

Nun ist es soweit. Der Spatenstich ist schon Vergangenheit und mit dem Bau des neuen Leonardo Da Vinci Gymnasiums wird begonnen. Unter großer Beteiligung der Buckower erfolgte am Vormittag des 7. Juli 2017 der Spatenstich für ein topmodernes Schulgebäude für 900 Schülerinnen und Schüler. Es besteht aus zwei ineinander verschränkten 2- und 3-geschossigen Baukörpern und wird sich durch eine offene und helle Bauweise auszeichnen.

 

Mit dem Spatenstich zum Leonardo da Vinci Gymnasium startete auch ein Pilotprojekt, das auf energieoptimiertes und nachhaltiges Bauen von Schulgebäuden im Land Berlin setzt. Mit einer Bausumme von 30,25 Mio. Euro gehört das neue Buckower Gymnasium mit dem Campus Rütli, dem Campus Efeuweg und dem Neubau der Clay-Schule zu einem der vier Großbauprojekte des Bezirks Neukölln in Sachen Bildung.  

 

Bildung in der wachsenden Stadt Neukölln ist ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung unseres Bezirks und  die wichtigste Antwort auf die sozialen Herausforderungen in einem Stadtraum, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen leben“, betont der Fraktionsvorsitzende  der Neuköllner SPD, Martin Hikel. Er war zusammen mit den Fraktionären Cordula Klein, Wolfgang Hecht, Marko Preuß  sowie Derya Caglar vom Berliner Abgeordnetenhaus vor Ort, um mit Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey und Schul- und Sportstadtrat Jan-Christopher Rämer einen weiteren Meilenstein  im Rahmen von Neukölln baut Bildung zu setzen.  

 

 

„Das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium setzt als Schule der Zukunft Maßstäbe. Im Ganztagsbetrieb werden Schülerinnen und Schüler vernetzt und fachübergreifend lernen, ihre Talente entdecken und entwickeln“,  erklärte Giffey und machte deutlich, was Priorität hat in der  Neuköllner SPD:  „Damit alle Kinder gute Chancen für eine selbstbestimmte Zukunft haben, fließen in Neukölln durchschnittlich 80 Prozent der Investitionsmittel in unsere Bildungseinrichtungen“.  Die Neuköllner SPD weiß sich damit in einer guten Tradition. „Die SPD Neukölln stand und steht für gute bildungspolitische Rahmenbedingungen, die ermöglichen, dass jedes Kind die Chance für den sozialen Aufstieg und ein selbstbestimmtes Leben erhält unabhängig davon, in welcher Familie es aufwächst“, so Fraktionärin Klein. Sie freute sich mit den Genoss*innen insbesondere auch darüber, dass, wie Stadtrat Rämer verkündete, nun bald auch mit der Sanierungsplanung der Sporthalle am Buckower Damm begonnen werden kann, sodass die Leonardo-Schüler in Zukunft auch eine modernisierte Turnhalle nutzen können.   



 

Veröffentlicht am 20.07.2017

 

PressemitteilungFür ein buntes, vielfältiges und demokratisches Neukölln

Die SPD-Fraktion Neukölln steht solidarisch hinter dem ehrenamtlichen und friedlichen Engagement der Neuköllner Bündnisse und Anwohnerinitiativen gegen rechts. Eine Extremismusklausel „light“ im Bezirk, wie sie ihn in der heutigen BVV die CDU-Fraktion fordert, lehnen wir ab.

 

Dazu der Fraktionsvorsitzende Martin Hikel:

 

„Als SPD-Fraktion haben wir in den letzten Jahren sämtlichen Entschließungen, die sich gegen jede Form der politisch motivierten Gewalt richteten, zugestimmt, unabhängig der Anlässe. Die Union unterstellt hier mit einem billigen Wahlkampfmanöver den zivilgesellschaftlichen Aktionsbündnissen Gewalttaten auszuführen. Wir stehen geschlossen  hinter den Bündnissen, die sich mit viel ehrenamtlichen Engagement  gegen Rechts immer wieder für die Demokratie und die kulturelle Vielfalt in diesem Bezirk einsetzen. Wir lehnen eine völlig unbegründete Kriminalisierung der Bündnisse mit ihren vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern ab!

Ansonsten dürften wir auch mit der Union nicht weiter kooperieren. Denn auch führende Unionspolitiker haben sich in der Vergangenheit mit Hitlergruß ablichten lassen, Naziparolen geschwungen und das Hakenkreuz als Ehrennadel bezeichnet. Nach der Logik des CDU-Entschließungsantrags “Neukölln gegen Extremismus” müsste die BVV auch die CDU unter Verdacht stellen, nicht auf dem Boden der Verfassung zu stehen, weil einzelne Mitglieder ein doch sehr zweifelhaftes Verhältnis zu unseren Verfassungsgrundlagen haben! Aufgrund der Widersprüche und des Unsinns, der dieser Entschließung innewohnt, lehnen wir diesen Entschließungsantrag entschieden ab und stellen uns geschlossen hinter das friedliche und bunte Engagement der Neuköllner Aktionsbündnisse.”

 

Entschließungsantrag der CDU: https://www.berlin.de/ba-neukoelln/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=5601

Veröffentlicht am 19.07.2017

 

BezirkRegenbogenflagge vor Rathaus gehisst

Am 31. März 2017 verstarb der Künstler Gilbert Baker. Er kreierte 1978 das weltweit bekannte Symbol für den lesbischen und schwulen Stolz (engl. „pride“) – die Regenbogenflagge. Diese Flagge wird seit mehr als zehn Jahren am Rathaus Neukölln gehisst, wo sie für einige Tage als Zeichen für Solidarität und Respekt weht. Seit ihrem Amtsantritt ist Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (SPD) mit dabei. In diesem Jahr  an ihrer Seite beteiligten sich mit Jan-Christopher Rämer (SPD), Falko Liecke (CDU) Jochen Biedermann (Grüne) und Bernward Eberenz (parteilos) erstmals alle Stadträte des Bezirksamts an der Fahnenhissung. Stets vor Ort sind Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg,  Neuköllns Gleichstellungsbeauftragte  Silvia Edler und der SPD Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu, der sich kürzlich, bei der von der SPD forcierten Abstimmung im Bundestag zur „Ehe für alle“ bekannte und damit auch die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnete.

 

Jahr für Jahr zeigen im Vorfeld zum Christopher Street Day in Berlin  mit der Fahnenhissung auch SPD Bezirksverordnete wie Cordula Klein und Eugen Kontschieder Solidarität mit lesbisch, schwul, bisexuell und transgender lebenden Bürger*innen. „Wir wollen damit ein deutliches Zeichen gegen Intoleranz und Diskriminierung setzen. Wir wollen vor allem ein Neukölln der Toleranz, wo sich verschiedenste Menschen unterschiedlichster Kulturen in Frieden begegnen und ihr Leben nach ihrer Fasson leben können. Niemand dürfe daran zweifeln, dass es in einer freien und offenen Gesellschaft keinen Platz für Homophobie gibt." hob Bezirksbürgermeisterin Giffey in ihrer Ansprache hervor. 

 

Jeder einzelnen Farbe der Regenbogenflagge wird eine Bedeutung zugesprochen: Rot für die Liebe, Orange für Gesundheit, Gelb für die Sonne, Grün für Natur, Blau für Harmonie, Violett für den Geist – und alle Macht der Vielfalt!  Inspiriert wurde die Flagge möglicherweise auch durch das Lied „Somewhere over the Rainbow“ von Judy Garland. Dieses Lied aus dem Film „Der Zauberer von Oz“ handelt von einem Ort, „an dem alles besser und gerechter ist“. Für eine gerechte und freie Welt kämpft derzeit mit dem Kanzlerkandidat Martin Schulz auch die QueerSPD Berlin (ehemals Schwusos), die seit nunmehr 30 Jahren in Berlin dazu beiträgt, dass über Rechte und Diskriminierung von Homosexuellen sowie Transgender diskutiert wird. In Neukölln kann die QueerSPD in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen feiern. Mit der von der SPD durchgesetzten Ehe für alle haben auch die Genoss*innen in Neukölln dazu beigetragen, dass in Deutschland ein Stück Freiheit mehr gesetzlich verankert ist.  Damit sind „letzte Normen über Ungleichbehandlung aus dem deutschen Recht verschwunden“, freut sich Fritz Felgentreu, der auch in diesem Jahr für den Deutschen Bundestag kandidiert.

Veröffentlicht am 19.07.2017

 

BezirkSehenswert: Ausstellung des Rudower Rundfunkmuseums

v.li.  Rämer, Knoblauch, Scharmberg mit  dem 1. Vorsitzenden des Rudower Heimatvereins Manfed Ziemer.

 

Manfred Knoblauch liebt Radios über alles. Der Initiator und Eigentümer des Privaten Rudower Rundfunkmuseums hat viele Jahre lang Ausstellungen organisiert, in denen er die Trophäen seiner Sammlerleidenschaft zeigt. Erneut sind es die Räume des Rudower Heimatvereins, in denen er einen Teil seiner Sammlung noch bis zum 30. Juli diesen Jahres  präsentiert.  

 

Bei der Eröffnung der 90. Ausstellung des Heimatvereins am 1. Juli dabei waren, neben Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer, auch der Fraktionsvorsitzende der Neuköllner SPD Martin Hikel, sein Stellvertreter Peter Scharmberg, sowie  der Bundestagsabgeordnete und Wahlkämpfer Dr. Fritz Felgentreu. „Es ist schon faszinierend, welche Vielfalt Herr Knoblauch hier an Radiogeräten präsentiert“, betont der technikbegeisterte Scharmberg.

 

Teilten ihre Freude über die  historischen Rundfunkgeräte: Martin Hikel und Manfred Knoblauch

 

Auch Martin Hikel freut sich sichtlich mit Herrn Knoblauch über die Exponate der Sammlung: „Vom Volksempfänger bis zur radiotauglichen Ravioli-Dose ist hier alles vertreten, was die Radiowelt so zu bieten hat, sicher interessant auch für Leute, die sich für Designgeschichte begeistern, hier leben die 50er und 60er Jahre wieder auf“.  Auch Exponate aus der DDR sind zu sehen. Ein Tischwimpel weist diskret darauf hin.      

 

Manfred Knoblauch, von Beruf Maschinenfacharbeiter, arbeitete lange Zeit bei Siemens, wo er später Elektroniker lernte und im Radiowerk Berlin arbeitete. 1962 allerdings war Produktionsschluss, danach bauten Blaupunkt und Grundig für Siemens. Knoblauch arbeitete weiter im Bereich Prüffelder. „Wir prüften Funkgeräte, die für den öffentlichen Gebrauch bestimmt waren“, erzählt er. Schon in seiner Jugend begeisterte er sich für Rundfunkgeräte. Er zerlegte zur Freude seiner Eltern einen Volksempfänger, der zum Zweiteiler wurde und nicht mehr spielte, da war er 16 Jahre alt.  Nach und nach schaffte er es, selbst Rundfunkgeräte zu bauen. Seitdem hat er zu seiner großen Freude viele Radios repariert und wieder zum Leben erweckt.

 

 

Die Ausstellung „Das Rundfunkmuseum stellt aus“ ist noch bis zum 30. Juli 2017 in den Räumen des Rudower Heimatvereins zu sehen. Alte Dorfschule Rudow, Alt-Rudow 60, Gebäude im Hof. Öffnungszeiten: Mittwochs, Samstags und Sonntags von 10.00 -16.00 Uhr.

Veröffentlicht am 12.07.2017

 

BezirkErneuter Brandanschlag auf ein Mitglied der SPD-Fraktion Neukölln

In der Nacht von Montag auf Dienstag fand erneut ein Brandanschlag von mutmaßlich Rechtsextremen auf ein Mitglied unserer Fraktion statt. Gabriela Gebhardt war bis 2016 Bezirksverordnete in der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln und ist seit Beginn der Wahlperiode Bürgerdeputierte im Gesundheitsausschuss.

 

Die SPD-Fraktion Neukölln verurteilt diese Tat aufs Schärfste! Dazu der Fraktionsvorsitzende Martin Hikel:

“Wir sind schockiert über diesen feigen Angriff auf unsere engagierte Genossin! Viel zu häufig mussten wir in den letzten Monaten Anschläge auf demokratisch engagierte Menschen erleben. Die Schuldigen müssen unbedingt ermittelt werden! Der Rechtsstaat darf diese Straftäter nicht davonkommen lassen, sondern muss dieses Verhalten mit aller Konsequenz ahnden! Angriffe auf Demokratinnen und Demokraten dürfen keine Schule machen und zum selbstverständlichen Alltag werden! Auf der anderen Seite hat sich in den letzten Wochen auch gezeigt, dass wir als demokratische Zivilgesellschaft zusammenstehen und uns von diesen Demokratiefeinden nicht einschüchtern lassen. Solidarisch stehen wir zusammen und verstärken unser Engagement für unsere Demokratie.”

 

Auch unsere langjährige engagierte Genossin wird sich von diesem feigen Anschlag nicht einschüchtern lassen.

 

“Ich habe keine Erklärung für diese abscheuliche Tat, aber eins weiß ich: Jetzt mache ich erst recht weiter! Auf keinen Fall werde ich auch nach diesem Anschlag mein politisches Engagement aufgeben, sondern eher noch verstärken!” so Gabriela Gebhardt.

 

Dies war nun bereits der dritte Brandanschlag innerhalb kurzer Zeit auf Mitglieder der SPD-Fraktion Neukölln. Der Staatsschutz und die Ermittlungsgruppe „Rechte Straftaten in Neukölln“ sind eingeschaltet.

Veröffentlicht am 11.07.2017

 

BezirkKonfliktlotsen an Rose-Oehmichen-Schule geehrt

v.li.n.re.: Oltersdorf, Telge, Joudy, Splettstöhser, Scharmberg

 

Ende Juni sind in der Rose-Oehmichen-Schule im Rudower Frauenviertel, die von Polizisten des  Polizeiabschnitts 56 frisch ausgebildeten Konfliktlotsen im Beisein der Schulleiterin, der Eltern und des Schulstadtrats Jan-Christopher Rämer (SPD) in einem feierlichen Rahmen mit Chormusik von Mitschülern geehrt worden. Der Ehrung wohnte auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Neuköllner SPD Peter Scharmberg und der Leiter der Polizeidirektion 56 Jens Splettstöhser bei.  

 

Seit  sechs Jahren werden Konfliktlotsen der Rose-Oehmichen-Schule durch Präventionsbeauftragte, wie die bei der Ehrung ebenso anwesende Oberkommissarin Sabine Oltersdorf und dem Polizeihauptkommissar Hardy Telge, ausgebildet. In 44 Stunden erlernten die 13 Schülerinnen und Schüler der beiden 5. Klassen die Regeln der Mediation. „Dass sie dafür auch Freizeit opfern müssen, um den Unterrichtsstoff, den sie während der Ausbildungszeit verpasst haben, nachzuarbeiten“, verdient allein schon hohen Respekt, betont SPD-Mann Scharmberg. Damit ist er sich mit der  Schulleiterin Martina Graße einig.  „Schließlich ist es oberstes Gebot eines solchen Amtes, dass die schulischen Leistungen zu keiner Zeit nachlassen dürfen“, weiß Scharmberg, der vom Konzept der Konfliktlotsen überzeugt ist.

 

Die Fähigkeiten, die sie zur Ausübung dieser schwierigen Aufgabe als Konfliktlotse mitbringen müssen, sind hoch. Die Konfliktlotsinnen und Konfliktlotsen müssen unparteiisch und allparteilich moderieren. Darüberhinaus gilt es, die Regeln der Gesprächsführung in Klärungsgesprächen zu beherrschen. Außerdem  müssen sie stets die Ruhe bewahren. Wenn es hitzig zugeht, haben sie die Aufgabe, Opfer zu schützen und zu stärken. Zu guter Letzt sollen sie Gewaltsituationen erkennen und handeln, um schließlich entstehende Konflikte zu lösen und für einen Täter-Opfer-Ausgleich zu sorgen. Nach der 44-stündigen Ausbildung gibt es eine praktische und schriftliche Prüfung, erzählt uns Hardy Telge, der über die Leistungen der neuen Konfliktlotsen hoch erfreut ist.  Dabei seien die Prüfungen alles andere als leicht, so Telge. „Es hat auch schon hohe Durchfallquoten gegeben“.

 

Schulstadtrat Rämer dankte den jungen Konfliktlotsen und ihren Eltern. Er würdigte, dass sie Verantwortung übernehmen und wünschte ihnen, dass sie Mut haben mögen, ihre Aufgabe zu erfüllen. „Die Rose-Oehmichen-Schule kann stolz auf ihre Konfliktlotsen sein. Ich bin es auch!“, betonte Rämer.

Veröffentlicht am 11.07.2017